Unsere Arbeit verändert Leben

Als soziales Unternehmen haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, die Anstellungschancen
von Menschen mit neurodivergenten Merkmalen zu verbessern.

Krise der Arbeitswelt

Weltweit gibt es eine große Beschäftigungslücke bei Autist*innen. Schätzungen gehen davon aus, dass weniger als 22 % der autistischen Menschen einer sinnvollen Beschäftigung nachgehen, die ihrer Qualifikation gerecht wird. Eine aktuelle Studie von Experten wie Kai Vogeley und Christine M. Falter-Wagner der Universitäten Köln und München zeigt eine um den Faktor 5 höhere Arbeitslosenquote bei Erwachsenen im Autismus-Spektrum als bei Nicht-Autist*innen – trotz überdurchschnittlichem Bildungsniveau. Auch Erhebungen u.a. der britischen National Autistic Society besagen, dass die überwiegende Mehrheit der Autist*innen arbeiten möchte und oft hochqualifiziert ist. Sie scheitern aber an unflexiblen und diskriminierenden Einstellungsverfahren, mangelnder Unterstützung am Arbeitsplatz, unzureichendem Bewusstsein für Autismus in den Unternehmen und Vorurteilen der Arbeitgeber und Teamkolleg*innen.

Unseren Mission

  • Wir fördern Gleichstellung und ermöglichen Autist*innen eine Karriere in der IT-Branche
  • Wie verändern die Sicht auf die Stärken und Schwächen von Autist*innen im Job
  • Wir sind ein Katalysator für den Wandel am Arbeitsplatz, indem wir die Mitarbeitenden unserer Kunden über Neurodiversität aufklären

Das Arbeitswelt ist für neurodiverse Erwachsene besonders herausfordernd:

47%

der Autist*innen verbergen ihren Autismus und sprechen nicht mit ihren Arbeitgebern darüber.
(auticon und Deloitte, 2021)

60%

der Arbeitgeber befürchten, dass sie bei neurodivergenten Mitarbeitenden Fehler machen.
(National Autistic Society UK, 2016)

20%

der Berufstätigen weltweit sind neurodivergent und benötigen entsprechende Arbeitsplatzanpassungen.
(British Medical Bulletin, 2020)

48%

der Autist*innen erleben Mobbing, Diskriminierung oder Belästigung am Arbeitsplatz.
(National Autistic Society UK, 2016)

Weniger als 22 % der Autisten haben eine sinnhafte Beschäftigung,
die ihrer Ausbildung entspricht.

auticon wandelt Unternehmen
in Ziele für hochqualifizierte neurodivergente Fachkräfte um

Wertschätzung verändert Leben

Die positiven Effekte unseres Modells auf Mitarbeitende, Kunden und die Gesellschaft stellen wir im auticon Global Impact Report dar. Unternehmensdaten und Umfragen zeichnen ein klares Bild unseres Einflusses auf das Verständnis für die Vorteile von Neurodiversität in Unternehmen sowie auf die berufliche Entwicklung und die Lebensumstände unserer autistischen Kolleg*innen.

Viele von ihnen waren vor ihrem Job bei auticon arbeitslos – im Durchschnitt 2 Jahre. auticon sieht ihr Potenzial, stellt sie als IT-Spezialist*innen fest an und unterstützt sie durch Job Coaches und Projektmanager*innen. So entsteht eine Win-Win-Win Situation für sie, unsere Kunden und die Gesellschaft.

Mehr Lebensqualität87%
Gute Unterstützung im Job92%
Höheres Selbstbewusstsein79%
Kein Verstellen oder "Maskieren" bei der Arbeit82%
Beat Steiner wird bei seiner Arbeit in der Steuerungszentrale gezeigt. Er sitzt am Scheibtisch und lächelt in die Kamera. Er ist ein grauhaariger schlanker Mann mit Brille und Halbglatze, der ein rotes kurzärmeliges Hemd und eine rote Hose trägt.

Was ist Autismus?

Autismus beeinflusst die Wahrnehmung, Denkweise und die Emotionen eines Menschen. Da sich Autismus bei jedem Menschen anders auswirkt, sprechen wir von einem Autismus-Spektrum. Wie alle anderen Menschen haben auch Autist*innen einzigartige Persönlichkeiten. Das Spektrum ist dreidimensional und die Vielfalt innerhalb des Autismus-Spektrums ist unendlich groß. Das erklärt, warum auticon einen personenzentrierten Ansatz verfolgt: Wir wollen Arbeitsplätze schaffen, die für die Menschen als Individuen funktionieren, anstatt eine Einheitsformel anzuwenden.

“Autismus ist kein Zusatz der lediglich ein neurotypisches Gehirn verändert, es ist kein Zaubertrank, sondern eine ganze Perspektive.” – Aidan

Herausforderungen am Arbeitsplatz

Laut Schätzungen sind 20 %  der Menschen neurodivergent (British Medical Bulletin, 2020). Oft möchten diese aber aus Angst vor Ausgrenzung oder übertriebener Fürsorge nicht, dass Arbeitgeber und Teammitglieder darüber Bescheid wissen. Das hat Auswirkungen auf ihre Arbeit, denn Autismus und andere neurodivergente Konditionen können die soziale Interaktion mit Kolleg*innen und die Umsetzung von Aufgaben im Projekt erschweren. Schon ein herkömmlicher Bewerbungsprozess ist eine Hürde. Offenheit für Vielfalt im Denken, eine klare Kommunikation, das Vermeiden von Störfaktoren und ein generelles Verständnis für ihre Art der Informations- und Reizverarbeitung können die Situation von Autist*innen, ADHSlern und anderen neurodivergenten Fachkräften verbessern. Wir haben uns zur Aufgabe gemacht, passende Arbeitsumgebungen zu schaffen und anderen Unternehmen das Wissen darüber zu vermitteln.

“Neurodiversität ist ein Thema für die gesamte Gesellschaft. Selbst Menschen, die als ‘typisch’ gelten, denken anders als andere, müssen kompensieren und maskieren. Die Neurodiversitätsdiskussion kann für alle von Nutzen sein.” – Benjamin

Symbolbild für IT-Spezialist: ein Mnn sitzt hinter einem Monitor
Symbolbild für Programmierung. Eine junge Frau steht vor einer mit Daten gefüllten transparenten Wand.

Unterstützung für jeden Einzelnen

„Ich fühle mich gebraucht und wertgeschätzt und kann endlich meine Fähigkeiten und Ressourcen zielgenau einsetzen. Das fühlt sich sehr gut an. Und gibt mir auch Bestätigung. Nebenbei werden meine Schwächen / Barrieren nicht mehr so fokussiert und irrelevant, da die Kolleg*innen sehr gut damit umgehen können und diese ausgleichen. Ich fühle mich selbstsicherer und bestärkt.“
— aus der anonymen Mitarbeiterumfrage zum Global Impact Report, Juni 2022

Neurodiversität aktiv erleben

Unsere Kunden machen positive Erfahrungen mit Neurodiversität und Inklusion, bauen Vorurteile ab und erreichen ihre Diversity-Ziele. Sie erleben, dass die Arbeit unserer hochqualifizierten Expert*innen ihre internen Abläufe verbessert und ihre Projekte zum Erfolg bringt. In der Umfrage unter unseren Kunden für den letzten auticon Global Impact Report schrieb ein Auftraggeber: „Ich habe jetzt ein viel tieferes Verständnis für den positiven Beitrag, den jemand mit Autismus am Arbeitsplatz leisten kann, und dafür, was Autismus eigentlich ist.”

 

 

Klareres Bild von Autismus68%
Mehr Selbstvertrauen bei der Zusammenarbeit mit Autist*innen85%
Besseres Verständnis von Neurodiversität85%
Sehen einen positiven Einfluss auf ihre Unternehmenskultur86%

Wissenschaftlich etabliert

“Es ist inspirierend, das Wachstum von auticon im (Land) und weltweit zu sehen. auticon hat das Potenzial, das Leben der Mitarbeitenden weg von der Erfahrung gesellschaftlicher Ausgrenzung hin zu einem Gefühl der Akzeptanz und der Wertschätzung zu verändern. Die Beschäftigung verbessert auch die psychische Gesundheit und die Autonomie durch finanzielle Unabhängigkeit. Und auch unsere Kunden profitieren von der Vielfalt und Kreativität, die autistische Mitarbeiter*innen in die Arbeit einbringen. Ich bin stolz darauf, dem auticon-Vorstand beratend zur Seite zu stehen.”

– Professor Simon Baron-Cohen
University of Cambridge

#actuallyautistic: Hören Sie unseren
englischsprachigen Podcast!

In Großbritannien hat auticon eine Reihe von Podcasts zu Autismus veröffentlicht – „Autismus: Im Gespräch mit auticon”. Sie soll das Bewusstsein für die Realitäten von Autist*innen an ihrem Arbeitsplatz schärfen – von den Vorteilen neurodivergenter Talente bis zu typischen Herausforderungen für erwachsene Autist*innen am Arbeitsplatz. Mit Moderation von Carrie Grant MBE werden Interviews zum Thema Autismus mit bekannten Persönlichkeiten z.B. aus der Geschäftswelt, den sozialen Medien oder der Autismus-Wissenschaft geführt.

auticon Consultants, Job Coaches und andere Teammitglieder teilen in den Podcasts ihre Erfahrungen und Sichtweisen. Die Podcasts sind auf Spotify, Apple Podcasts und Google Podcasts verfügbar.

Autismus ist kein Systemfehler,
sondern ein anderes Betriebssystem.

Wie wir Unternehmen neurodivers machen
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